17:04 Uhr, 24.06.2008

37. Ein Fohlen 52 km vor Santiago

Ein selten schoener Lichtblick in Galizien. Ein Fohlen, das nur muehsam auf die eigenen Beine kam ... . Ansonsten nehme ich auf der Strecke kurz vor dem Ziel nicht mehr all zu viel Schoenes auf. Galizien ist leider nicht so toll, wie ich das eigentlich erwartet hatte. Massentierhaltungen, wo das Auge hinschaut, ueberduengte Felder und auch Industrie entlang des Caminos. Kein Vergleich zu den wunderschoenen Tagen in den Bergen. Selbst die von Carsten und Stephan hoch gelobten schattigen Eichenwaelder koennen mein Herz nicht erfreuen, da im Abstand von 5 Metern Hakle-Ultra-Weich-Tuecher im "gebrauchten" Zustand den Weg quasi "zukleistern". Man merkt deutlich, dass die letzten 100 Kilometer des Caminos von vielen Kurzzeit-Pilgern und Schuelern "unterwandert" sind. Diese scheinen sich fuers Geschaefterl wirklich keine Zeit zu goennen und verrichten auch die groesseren Dinge 50 cm vom Weg entfernt. Unbelievable, but true! Auch das sonstige Umweltverhalten der "Fast-Food-Pilger" laesst auf dem galizischen Teil des Caminos sehr zu wuenschen uebrig. Bis zur 100 km Grenze war so gut wie kein Abfall entlang der Strecke zu sehen. Hier liegen die leergetrunkenen Wasserflaschen haeufig am Wegesrand.
Vielleicht moechte ich auch wirklich nur noch meinen Weg zum Abschluss bringen und bin in der Endphase ein wenig zu kritisch. Vielleicht!?!

Auf jeden Fall freue ich mich wieder auf die Heimat und das ist gut so .... .

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