Der Weg ist mein Ziel! 28.05.2008 - 28.06.2008 Pamplona - Santiago de Compostela 737,9 km

Nun habe ich mich entschlossen diesen steilen Weg zu gehen und möchte mit diesem Blog von meiner Vorbereitung und hoffentlich auch der Durchführung berichten.
Der Camino wartet auf mich ....
Heiner Schlereth im Januar 2008
E-Mail: schlereth <at> macbay.de

17:39 Uhr, 29.05.2008

Feuchtraumgebiete Teil II und der erste "echte" Pilgertag

29.05.08 06:05 Uhr
Die erste Nacht im Refugio ist ueberstanden. Von Pilgerromantik leider keine Spur. Gegen 21:00 Uhr hatten Carsten aus Hannover und ich die Casa Paderborn erreicht. Gleichwohl wir lediglich 30 Minuten durch Pamplona gelaufen waren, uebrigens tropfnass bis auf die Haut. Der Weg vom Busbahnhof bis zur Herberge reichte dafuer leider aus! Etwas zu Essen bekamen wir im nahe gelegenen Schwimmbadrestaurant leider auch nicht mehr. Da die Tueren der Pilgerherberge bereits um 22:00 Uhr schliessen, blieb lediglich Zeit fuer ein spanisches Bier und einer kleinen Tuete Lacy Chips. Wir schliefen danach hungrig in einem kleinen Zimmer (3x3 Meter) mit 4 Personen! Saunagefuehle pur fuer sympathische 5 spanische Euronen. Der Schnapper schlechthin! Leider schnarchten 50 Prozent der anwesenden Moechtegern-Pilger. Ohne Ohrenstoepsel waere ich wohl nicht durch die Nacht gekommen .... . Ueberhaupt herrschen hier in den Herbergen strenge Gesetze! 6:00 Uhr Wecken, danach Fruehstueck zum Pilgerpreis von 2 Euro und anschliessendem Rausschmiss aus der Herberge gegen spaetestens 8:00 Uhr. Fehlt nur noch der Fruehsport! Hoffentlich bleiben wir heute vom spanischen Dauerregen verschont.

29.05.08 16:45 Uhr
Mein "Credencial del Peregrino" / Pilgerausweis hat schon wieder einen neuen Stempelabdruck! Wir, Carsten und ich, sind im Refugio P.P. Reparadores in Puente La Reina (Navarra) gelandet. 27,5 km anstrengende Tageskilometer liegen hinter uns und haben mit verdeutlicht, dass die Trainingskilometer auf dem platten Land, sprich Niederrhein, absolut kein Massstab sind. Die Passhoehe Puerto del Perdon liegt z.Bsp. auf 780 Meter Hoehe. 6, 5 Std. Wanderung sind nicht von schlechten Eltern, oder?
Zur Belohnung stand Koerperpflege und Waeschewaschen anschliessend auf dem Programm. Das angebotene Pilgermenue war mit 8,90 Euro erschwinglich und durchaus schmackhaft. 1. Gang: Spargelgemuese auf Salat mit Remoulade. 2. Gang: Kalbsschnitzel in duennen Streifen mit frittierten Kartoffeln. Lediglich der Nachtisch "Mousse Chocolat" entpuppte sich als Billigpudding aus dem Mercato.
Nebenbei bemerkt habe ich auf der heutigen Tagesetappe fast 4 Liter Wasser getrunken. Das Wetter war mit sonnigen 22 Grad ueberraschend angenehm. Morgen soll laut Wettervorhersage dafuer das Wasser wieder von oben kommen. Was solls! Dann ziehe ich einfach die Muelltueten (Aldi sagt dazu Funktions-Regenhose aus hochwertigem Techtex-Material) ueber.

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13:00 Uhr, 28.05.2008

18. Jetzt gehts los

Befinde mich im InterNETTcafe am Kölner Flughafen und bedauere sehr, dass dieser Laden keine externen Speichermedien an seinen Windoof-Rechnern akzeptiert, so wird der erste Eintrag on the way to Santiago leider ohne ein aktuelles Foto leben müssen. Egal Karl! Die DB hat mich butterweich nach Colonia befördert, dafür gebührt dem Unternehmen ein Dankeschön! In 29 Minuten ist Boarding-Time, Abflug um 13.55 Uhr nach Billbao. Mein Tagesziel Pamplona werde ich wohl erst spät am Abend erreichen, da der Linienbus eine Strecke von über 200 km von Billbao nach Pamplona bewältigen muss. Soweit alles gut verläuft sitze ich gegen 18:15 Uhr in diesem Bus und lass mich einmal überraschen wie rasant ein spanischer Schnellbus unterwegs ist. Heute Morgen wurde ich von meiner "Freundin" Christel beköstigt, die anschließend auch den Transport zum Bahnhof realisierte. Einen Blog am Flughafen zu pflegen scheint in der Tat ein wenig Stress zu verursachen. 15 Minuten für nen schlappen Euro! Vielleicht haben Berti und Uwe ja doch gar nicht so "Unrecht", da Sie mir eine 5 wöchige Internet-/Blogabstinenz fürsorglich verordnen wollten ... Habe mich konträr entschieden und darf nun das "Speichern" nicht vergessen. Liebe Grüße an meine Familie, insbesondere an meinen Vater, meine Freunde, Kollegen und alle Menschen die in den nächsten Tagen ein wenig an mich denken. Heiner Schlereth

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18:57 Uhr, 26.05.2008

17. Rhododendron, oder vielleicht doch "Rod * Denn * Donn"?

Das Wichtigste zu Beginn: Mein Vater hat nicht gehimmelt, sondern die schwere Operation im Aachener Klinikum mehr oder weniger gut überstanden. Ein Durchgangssyndrom führte am 2. Tag nach der OP allerdings zu leichten Irritationen im Kleinhirn, dass ständig überirdische weisse Männeken in den Klinikräumen "wahrnahm" und diese dem Großhirn als potentielle Gefahrenherde meldete. Organisch scheint mein Vater die OP jedenfalls bestens überstanden zu haben. 2 Tage vor dem Abflug nach Bilbao war und ist dies die wichtigste akute Baustelle die gemeistert werden musste. Nicht gehimmelt, dafür bin ich um ein weiteres Jahr gealtert! So langsam gleite ich in Welten, in denen MANN an seinem Geburtstag Beileidsbekundungen annehmen darf! Forty Four und wir haben gestern trotzdem keinen Schnaps ausgeschenkt! Saßen am Rhododendron und labten vom Grill. Meine Mittelmeerfreunde aus Nettetal würden diese wunderschöne Pflanze sicherlich in Anlehnung an den "Wan Da Ra" mit "Rod Denn Don" beschreiben wollen.
Aber jetzt mal ganz im Ernst. Welcher Botaniker hat mit diesem Wort nicht so seine Schwierigkeiten?
Gestern war es mir ein echtes Bedürfnis mich bei meinen Freunden vor dem Start des Pilgerabenteuers zu verabschieden. Ich habe die traditionell unkonventionelle Garden Party in vollen Zügen genossen und verzeichnete zum Schluss sogar leichten Seegang bei den vom Mondlicht begleiteten Aufräumarbeiten. Die Geschenke fielen in diesem Jahr recht großzügig aus, Fußbalsam, Nagelschere, Blasenpflaster, Taschenmesser, diverse Naturalien, Schreibutensilien und textile Erzeugnisse belegen eindrucksvoll, dass ein Großteil der Gäste von meinem temporären Ausstieg zuvor erfahren hatte. Stellvertretend für alle lieben Gratulationen und Geschenke möchte ich an dieser Stelle die mir gewidmeten Worte eines imaginären Gastes zitieren, die ich als besonders wertvolles Geschenk erachte und mich ganz herzlich für die violette Verbundenheit bedanken möchte.

Bedenke: Ein Stück des Weges liegt hinter Dir, ein anderes vor Dir, wenn Du verweilst, dann nur, um Dich zu stärken, aber nicht, um aufzugeben!
Augustinus Aurelius

23:00 Uhr, 15.05.2008

16. Ich & Ich * stark

Meine Tochter Nina feierte heute Ihren 17. Geburtstag. Dies hat mich in der Tat noch eine Spur sentimentaler gemacht. Der auf dem Weg zur Dienststelle erstmals intensiv verfolgte Song von Ich & Ich passt zwar nicht in allen Sequenzen gibt aber dennoch meine Stimmung 13 Tage vor dem Abflug ganz gut wieder.









Ich bin seit Wochen unterwegs und trinke zu viel Bier und Wein.
Meine Wohnung ist verödet, meinen Spiegel schlag ich kurz und klein.
Ich bin nicht der, der ich sein will und will nicht sein, wer ich bin.

Mein Leben ist das Chaos, schau mal genauer hin.

Ich bin tierisch eifersüchtig und ungerecht zu Frauen.
Und wenn es ernst wird, bin ich noch immer abgehauen.

Ich frage gerade dich: Macht das alles einen Sinn?
Mein Leben ist ein Chaos, schau mal genauer hin.

Und du glaubst ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst ich hab alles im Griff und kontrollier was geschieht.
Aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.

Ich bin dauernd auf der Suche und weiß nicht mehr wonach.
Ich zieh Nächte lang durch Bars, immer der, der am lautesten lacht.
Niemand sieht mir an, wie verwirrt ich wirklich bin.
Ist alles nur Fassade, schau mal genauer hin.

Und du glaubst ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.
Du denkst ich hab alles im Griff und kontrollier was geschieht.
Aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
Ich steh nur hier oben und sing mein Lied.

Stell dich mit mir in die Sonne oder geh mit mir ein kleines Stück,
ich zeig dir meine Wahrheit für einen Augenblick.
Ich frage mich genau wie du, wo ist hier der Sinn.
Mein Leben ist ein Chaos, schau mal genauer hin.

Und du glaubst ich bin stark und ich kenn den Weg.
Du bildest dir ein, ich weiß wie alles geht.
"O"
Du denkst ich hab alles im Griff und kontrollier was geschieht.
Aber ich steh nur hier oben und sing mein Lied.
Ich steh nur hier oben und sing mein Lied.


Ich

23:34 Uhr, 13.05.2008

15. Der Glutofen Europas - Wan Da Ra

Der Glutofen Europas ist in diesen Tagen nicht Spanien sondern der Niederrhein!
Pfingst-Temperaturen um 28 Grad ermöglichten mir am vergangenen Wochenende zwei Trainingseinheiten unter absoluten Echtzeitbedingungen. Dagegen kletterte das Thermometer in Nordspanien zeitgleich lediglich auf 12 Grad Celsius.
Den ersten Ausritt unter dem Heizstrahler habe ich dann auch nicht ganz so gut vertragen. Gleichwohl ich nicht gedopt war, torkelte ich kreislaufbedingt dem Tagesziel entgegen. Pfingstmontag hatte ich dann ein Erlebnis der besonderen Art mit zwei orientalischen Mitbürgern aus Nettetal.
Die Jungs waren auf dem Drahtesel unterwegs als sie meinen Weg kreuzten und fingen beim Anblick meiner Gestalt herzhaft an zu lachen. Einer der beiden zeigte mir den Mittel(meer)finger und entgegnete meinen Gruß mit einem freundlichen "Ey, Wan Da Ra"!
Dieser Gefühlsausbruch irritierte mich doch ein klein wenig, da ich die Worte des schwarzgelockten Jünglings nicht richtig verstanden hatte. "Wan Da Ra ....", oder hatte er etwa doch den "Wonder Bra" einer vorbeihuschenden leichtbekleideten Skaterin gemeint?
Zweifel blieben bis der Groschen endlich bei mir fiel. Es war schlichtweg der Gruß eines Kleinstadt-Rappers an einen wie bescheuert durch die Gegend wandernden Mit-Vierziger.

Offensichtlich belustige ich mit meinem schrillen Wander-Outfit die Außenwelt, da vergleichbare Reaktionen der Spezi Mensch bei meinen Touren auf der Tagesordnung stehen.
Soweit dies wie in Nettetal zur "Völkerverständigung" führt, habe ich ein klein wenig zum Weltfrieden beitragen können ...... .

22:49 Uhr, 07.05.2008

14. Pride - In the name of love "Borussia Mönchengladbach"

Ich neige temporär dazu diesen Blog mit emotionalem Gewusel zu füllen. Habt ein wenig Erbarmen mit mir, aber ... heute ist wieder einer dieser Tage!
Meine Borussia hat den Weg zurück ins Oberhaus der Liga gefunden. Mit einem 3:0 gegen den erwartet starken Gegner ;-) aus Wehen-Wiesbaden hat die Fohlenelf den Jakobsweg verlassen und darf sich seit dem heutigen Abend als künftiger Erstligist feiern lassen.
Fußball ist häufig eine Leidenschaft die mitunter auch Schmerzen verursacht. Die Borussia hat mir seit dem Umzug vom Bökelberg in den Borussia-Park heftig viel Pein bereitet.... .
Nun dürfen wir ab August 2008 die Schalker und die Bayern wieder in unserer schmucken Arena begrüßen und müssen uns leider von fußballerischen Hochburgen wie Osnabrück, Wehen, Aue und Koblenz verabschieden.

Ja, wir schwören Stein und Bein auf die Elf vom Niederrhein, Borussia unser Dreamteam Du bist unser Verein!

PS: Dieser Blog-Eintrag wurde vom Weingut Heinz Braun, Franken, gesponsert. Der Schwarzriesling Jahrgang 2006 hat diesen schönen Tag lilafarben ausklingen lassen.
Sleep well, tot ziens und

Gute Nacht!

21:47 Uhr, 06.05.2008

13. Violet Hill

Die englische Rock-Combo Coldplay geht neue Wege.
Die Band bot ihre aktuelle Single "Violet Hill" für eine Woche kostenlos zum Download auf ihrer Homepage an.
Der Song hat sich innerhalb kürzester Zeit in mein Pilgerohr festgesetzt und lässt sich so leicht nicht mehr entfernen.
Das im Juni erscheinende Album "Viva la Vida or Death and All His Friends" wurde von Brian Eno produziert. Dieser war u.a. an vielen U2 Alben als Songtüftler tätig und dies weckt bei mir grosse Hoffnungen auf ein starkes Stück Musik.

Mal schauen, ob ich den "Violet Hill" in meinem Leben noch einmal erklimmen werde. Vielleicht schon auf dem Jakobsweg?



Hier der Songtext vom lila Berg:

Was a long and dark December
From the rooftops I remember
There was snow
White snow

Clearly I remember
From the windows they were watching
While we froze down below

When the future's architectured
By a carnival of idiots on show
You'd better lie low

If you love me
Won't you let me know?

Was a long and dark December
When the banks became cathedrals
And the fog
Became God

Priests clutched onto bibles
And went out to fit their rifles
And the cross was held aloft

Bury me in honour
When i'm dead and hit the ground
A love back home unfolds

If you love me
Won't you let me know?

I don't want to be a soldier
With the captain of some sinking ship
With snow, far below

So if you love me
Why'd you let me go?

I took my love down to violet hill
There we sat in snow
All that time she was silent still

So if you love me
Won't you let me know?

If you love me,
Won't you let me know?

17:41 Uhr, 02.05.2008

12. Feuchtgebiete

26 Tage vor dem Beginn des Pilgerabenteuers ist MANN gelegentlich auf der Suche nach ein wenig "Bettlektüre" für den Camino. Bei einem Blick auf die Spiegel-Bestsellerliste erscheint unmittelbar neben Hapes Meisterwerk in der Rubrik "Hardcover ;-) Belletristik" Charlotte Roches anrüchiges Schriftgut mit dem Heftpflaster auf dem Buchdeckel. 500.000 mal wurde die schwerverdaubare Kost bisher aufgetischt. Besonders in unserem christlich demokratisch regierten Bundesland ist es der absolute Renner in den verstaubten Buchläden. Unbelievable! Gleichwohl ich das magentafarbene Druckerzeugnis aller Voraussicht nicht in meinen Deuter Futura AC stecke gefällt mir der Mut der zierlichen Frau, die in früheren Tagen schon gerne auf diversen TV-Kanälen die kleinbürgerliche Gesellschaft provozierte.
Charlotte Roche wuchs überwiegend in der unmittelbaren Nachbarschaft hier am Niederrhein auf! Kindergarten und Grundschule (1984-1988) besuchte sie im 5 km enfernten Niederkrüchten, später (1989) wechselte sie dann auf das St.-Wolfhelm-Gymnasium in Waldniel. Nach der 8. Klasse zog sie nach Mönchengladbach und besuchte dort das Hugo-Junkers-Gymnasium im Stadtteil Rheydt, von welchem sie nach der elften Klasse abging. Heute lebt die Dreißigjährige in der Nähe von Köln. Sie ist Mutter einer Tochter namens Polly Roma.
Am 14. Mai gibt Frau Roche ein Heimspiel in der Vitus-Stadt Mönchengladbach. Um 20.00 Uhr wird es garantiert feucht im COMET CINE CENTER.

Sie hätte die Geschichte mit den Hämorrhoiden weglassen sollen, dann hätte ich mich bestimmt getraut ....

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8:12 Uhr, 27.04.2008

11. Der Jakobsweg meines Vaters

Rund 1 Monat vor dem Abflug nach Spanien steht die Sorge um meinen 71 jährigen Vater Reinhold im Vordergrund. Verstopfte Herzkranzgefäße bedingen Mitte Mai eine umfangreiche Herz-OP im Aachener Klinikum. Mein Vater hat sein ganzes Leben lang den Nikotin gescheut wie der Teufel das Weihwasser und hat dennoch das Herz eines Kettenrauchers. Das Leben liefert offensichtlich keine Pauschalrezepte.
Bis dato war ich davon ausgegangen, dass mein Pilgerweg keinerlei religiöse Motivation mit sich bringt. Im Falle eines erfolgreichen Verlaufes ist es sicherlich geboten in Santiago mehr als einmal sich beim heiligen Jakobus zu bedanken.

Gestern habe ich meine Eltern nach Unterfranken zum Weingut Braun gefahren. Die idyllisch gelegene Pension in der Heimat meines Vaters erscheint mir eine Oase für die beiden zu sein, die hilft, mit aller Ruhe und Optimismus die Wochen vor der OP zu bewältigen.
"Hoffentlich himmele ich nicht!". Diesen bescheidenen Wunsch meines Vaters soll der liebe Gott doch bitte erfüllen.

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21:42 Uhr, 13.04.2008

10. Der Jakobsweg des Alex Amsterdam

Irgendwie habe ich derzeit keine Lust Euch mit Trainingskilometern oder völlig überzogener Pilgerausstattung zu langweilen. Das Leben bietet so viele andere schöne Dinge. Musik zum Bleistift!
Vor einer Woche waren meine "Freundin" und ich Zeitzeuge des Fools Garden Konzertes in Viersen-Boisheim. Im Vorprogramm genossen wir den 27 jährigen Songwriter und Sänger Alex Amsterdam aus Düsseldorf der "uns" während seines Auftritts ganz spontan zum Kulturfrühstück ins BIS nach Mönchengladbach "einlud". Dieses Event fand heute Morgen um 11:00 Uhr statt. Rock`n`Roll zum Frühstück mit Mehrkornbrötchen und Lachs, so weit das Auge reichte. Extrem coole Veranstaltung. Mindestens 25 Besucher waren kollektiv aus dem Häuschen und feierten den Hero auf der Bühne. Anschließend setzte sich Alex zu uns an den Tisch und wir (Ursula * Thomas * Simon * Magdalena * Christel und ich) lauschten seinen Worten. Sage und schreibe 3 CD`s hatte der gute Alex am heutigen Sonntag nach dem viel bejubelten Konzert verkauft und war damit noch nicht einmal unzufrieden. So ein Künstler frisst wirklich manchmal ein verdammt trockenes Brot und verliert dabei glückerweise nicht den Mut und den Glauben an seine künstlerische Zukunft. Die Auftritte in zahlreichen Kaschemmen und miefigen Spilunken zwischen Alkmaar, Flensburg und Oberammergau halten den Künstler nicht immer über Wasser geben ihm aber temporär Nahrung in Form des Applauses. Mir gefällt das virtuose Gitarrenspiel und sein emotionaler Gesang! Für meinen Teil werde ich den Jakobsweg des Alex Amsterdam weiter verfolgen. Dieser wird mitunter länger und steiniger sein als meine schlappen 709 Kilometer im Frühsommer 2008.
Vielleicht sitzt Alex in ein paar Jahren auch selber einmal im Pilgerflieger nach Nordspanien, oder ......
begeistert die Massen in den Arenen dieser Welt. Stay on these roads, Alex!

Hörprobe unplugged!

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